Als Abgeordnete ist es mir besonders wichtig, mit Menschen zu sprechen, statt nur über sie. In diesem Jahr hatte ich die Freude, Vertreter*innen der Sinti- und Roma-Communities zu treffen, ihre Arbeit kennenzulernen und mehr über ihre Herausforderungen zu erfahren. Diese Begegnungen zeigen mir immer wieder, wie wichtig es ist, Teilhabe nicht nur zu fordern, sondern sie aktiv zu fördern und nachhaltig in unseren Strukturen zu verankern. Die Stimmen der Sint*izze und Rom*nja verdienen Gehör – in der Politik, in der Gesellschaft und in allen Institutionen.
Ein Meilenstein: NRW unterzeichnet Rahmenvereinbarung mit Sinti*izze und Rom*nja
Die verabschiedete Rahmenvereinbarung ist ein wichtiger Schritt für die Rechte der Sint*izze und Rom*nja in Nordrhein-Westfalen. Sie umfasst:
- Förderung der Erinnerungskultur
- Bildung für Gerechtigkeit
- Schutz der Romanes Sprache
- Klare Kante gegen Diskriminierung
Erfolge und Herausforderungen: Ein Blick nach vorne
Trotz vieler Fortschritte bleibt die Umsetzung dieser Maßnahmen eine Herausforderung, zum Beispiel in den Fragen:
- Finanzielle Sicherung: Viele Projekte sind von Haushaltsmitteln abhängig.
- Breitere Akzeptanz fördern: Dialog und Öffentlichkeitsarbeit bleiben Schlüssel zum Erfolg.
Mein persönlicher Wunsch: Teilhabe strukturell zu verankern
Für mich ist klar: Teilhabe darf nicht nur ein Ziel auf dem Papier bleiben, sie muss systematisch und nachhaltig verankert werden. Ich wünsche mir, dass wir:
- Nachhaltige Strukturen schaffen, die es den Sint*izze- und Rom*nja-Communities ermöglichen, in Entscheidungsprozesse auf allen Ebenen eingebunden zu sein – von der Kommunalpolitik bis zur Landesebene und selbstzubestimmen wohin ihre Reise gehen soll.
- Bildung als Brücke nutzen, um jungen Menschen bessere Chancen zu bieten und Vorurteile aktiv abzubauen.
- Strukturelle Verankerung, damit Vereine und Organisationen nicht nur kurzfristig, sondern dauerhaft ihre wichtige Arbeit leisten können.